VAR-DRAMA IM KLASSIKER! Jobe Bellingham um seinen Treffer gebracht – diese Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Diskussionen
MÜNCHEN – Was für ein Fußballabend zwischen Bayern München und Borussia Dortmund! Der Bundesliga-Klassiker am 31. Oktober 2026 hatte praktisch alles, was sich Fußballfans von diesem Duell erhoffen: Tore, dramatische Wendungen, vergebene Chancen und jede Menge Gesprächsstoff. Doch während das 2:2 am Ende für eine gerechte Punkteteilung sorgte, beschäftigte eine Entscheidung des Schiedsrichterteams die Dortmunder Anhänger ganz besonders.
Im Mittelpunkt stand Jobe Bellingham. Der englische Mittelfeldspieler glaubte bereits, Borussia Dortmund in Führung gebracht zu haben. Seine Mannschaft jubelte, doch die Freude hielt nicht lange an. Nach einer Überprüfung durch den Video-Assistenten nahm Schiedsrichter Tobias Stieler den Treffer zurück.
Für den BVB war das ein bitterer Moment. Ausgerechnet in einem Spiel dieser Größenordnung wurde eine vermeintlich wichtige Führung wieder einkassiert.
Jobe Bellinghams Treffer sorgt für den ersten großen Aufreger
Die entscheidende Szene ereignete sich in der ersten Halbzeit. Nach einem folgenschweren Fehler in der Münchner Defensive gelangte der Ball über mehrere Stationen zu Jobe Bellingham, der die Gelegenheit nutzte und den Ball im Tor unterbrachte.
Die Dortmunder hatten zunächst allen Grund zur Freude. Doch die Bayern-Spieler protestierten unmittelbar. Besonders die Situation zwischen Carney Chukwuemeka und Torhüter Jonas Urbig rückte anschließend in den Mittelpunkt.
Der VAR meldete sich und empfahl Tobias Stieler, sich die Szene am Monitor anzusehen. Nach der Überprüfung entschied der Unparteiische auf Abseits und erkannte den Treffer ab.
Entscheidend war dabei nicht allein die Abseitsposition. Chukwuemeka griff nach Einschätzung des Schiedsrichterteams aktiv ins Spiel ein, indem er mit Urbig zusammenprallte und dadurch dessen Möglichkeit beeinflusste, auf die Situation zu reagieren.
Damit blieb Bellinghams vermeintliches Führungstor ohne Wirkung.
Warum die Entscheidung so viele Diskussionen auslöste
Für Dortmund war die Entscheidung zweifellos enttäuschend. Schließlich hatte Bellingham den Ball regelkonform im Tor untergebracht. Allerdings wird bei einer solchen Szene nicht ausschließlich der Torschütze betrachtet.
Auch die Position und das Verhalten anderer Spieler können entscheidend sein. Befindet sich ein Angreifer im Abseits und beeinflusst von dieser Position aus aktiv einen Gegenspieler, kann der Treffer aberkannt werden.
Genau diese Bewertung stand beim Klassiker im Mittelpunkt.
Die Entscheidung sorgte unmittelbar für Diskussionen, insbesondere unter den Dortmunder Anhängern. Dennoch lässt sich aus den verfügbaren Spielbildern und der anschließenden Schiedsrichteranalyse kein eindeutiger Beleg dafür ableiten, dass die Aberkennung falsch war.
Nicht nur Dortmund hatte Grund zur Diskussion
Interessanterweise blieb auch Bayern München nicht von strittigen Situationen verschont.
Vor dem Führungstreffer von Konrad Laimer bekam Joshua Kimmich den Ball an den Arm. Nach einer späteren Schiedsrichteranalyse hätte dieses Handspiel geahndet werden müssen. Allerdings hatte Felix Nmecha zwischenzeitlich kontrolliert den Ball erobert. Dadurch begann eine neue Angriffsphase, weshalb der VAR den anschließenden Treffer nicht mehr aufgrund des vorherigen Handspiels zurücknehmen durfte.
Auch ein Handelfmeter für Bayern sorgte für Aufregung. Felix Nmecha hatte den Ball mit einem deutlich abgespreizten Arm abgeblockt. Tobias Stieler entschied auf Strafstoß. Harry Kane übernahm die Verantwortung, setzte seinen Versuch allerdings an die Querlatte.
Damit blieb Dortmund im Spiel.
Dramatisches Ende und ein wichtiger Punkt für den BVB
Sportlich entwickelte sich der Klassiker anschließend zu einem echten Schlagabtausch.
Konrad Laimer brachte Bayern in Führung, ehe Serhou Guirassy für Dortmund ausgleichen konnte. Dayot Upamecano stellte anschließend den Münchner Vorsprung wieder her.
Doch Borussia Dortmund gab sich nicht geschlagen.
In der Schlussphase gelang dem eingewechselten Fábio Silva schließlich der Treffer zum 2:2. Sein später Ausgleich sorgte dafür, dass die Dortmunder mit einem wichtigen Punkt aus München abreisten.
Auch dieser Treffer wurde diskutiert, insbesondere wegen eines Zweikampfs mit Aleksandar Pavlović. Ein eindeutiges Foulspiel ließ sich jedoch nicht feststellen, weshalb die Anerkennung des Tores vertretbar war.
Die VAR-Debatte dürfte weitergehen
Der Klassiker hat erneut gezeigt, wie schnell einzelne Schiedsrichterentscheidungen die Aufmerksamkeit von einem ansonsten hochklassigen Fußballspiel ablenken können.
Für Dortmund bleibt besonders der aberkannte Treffer von Jobe Bellingham in Erinnerung. Die Erklärung für die Entscheidung liegt in der aktiven Beeinflussung des Torhüters durch Chukwuemeka.
Eine offiziell bestätigte DFB-Bewertung, die eine Benachteiligung Dortmunds belegt, sollte daraus allerdings nicht konstruiert werden.
Eines steht fest: Wenn Bayern München und Borussia Dortmund aufeinandertreffen, wird jede wichtige Entscheidung genau unter die Lupe genommen.
Und nach diesem turbulenten 2:2 dürfte die Diskussion unter den Fans noch einige Zeit weitergehen.

