RIESENSCHOCK BEIM FC BAYERN! Saibari und Gnabry müssen verletzt raus – Auch Olise trifft es im Klassiker gegen Dortmund

Der FC Bayern München hat im Klassiker gegen Borussia Dortmund nicht nur zwei wichtige Punkte liegen lassen, sondern auch neue Sorgen um seine Offensive bekommen. Beim 2:2 gegen den Erzrivalen mussten Ismael Saibari und Serge Gnabry bereits in der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Kurz vor dem Abpfiff erwischte es zudem Michael Olise. Damit wurde ein ohnehin schwieriger Nachmittag für die Münchner noch unangenehmer.

Besonders die Szene um Saibari ließ vielen Zuschauern den Atem stocken. Der Offensivspieler war nach einem Zuspiel von Konrad Laimer auf dem Weg zum Dortmunder Tor. Sein Abschlussversuch wurde von Torhüter Gregor Kobel abgewehrt. Im anschließenden Zweikampf kam es zu einem unglücklichen Kontakt, bei dem Saibaris rechtes Bein beziehungsweise Sprunggelenk heftig verdreht wurde.

Der 25-Jährige blieb zunächst am Boden liegen und machte schnell deutlich, dass er nicht weiterspielen konnte. Betreuer eilten auf den Platz, untersuchten ihn und halfen ihm schließlich beim Verlassen des Rasens. Saibari konnte das betroffene Bein kaum belasten. Später wurde er auf Krücken gesehen. Die Bilder sorgten für Besorgnis auf der Bayern-Bank und unter den Fans.

Nathaniel Brown kam für Saibari. Kurz darauf folgte der nächste Rückschlag. Serge Gnabry setzte sich wenig später ohne unmittelbaren Zweikampf auf den Rasen und signalisierte, dass auch für ihn Schluss sei. Der Nationalspieler hatte Beschwerden und wurde behandelt, ehe Josip Stanisic für ihn eingewechselt wurde.

Zwei frühe Verletzungswechsel sind für jeden Trainer eine Herausforderung. Bayern traf der Doppelschlag besonders schwer, weil die Mannschaft ohnehin nicht komplett war. Manuel Neuer, Jamal Musiala und Luis Díaz fehlten bereits, während Cheftrainer Vincent Kompany krankheitsbedingt nicht an der Seitenlinie stand. Sein Assistent Aaron Danks übernahm die Betreuung des Teams.

Sportlich blieb die Begegnung trotz der personellen Rückschläge intensiv. Bayern und Dortmund trennten sich 2:2. Die Münchner gingen zwischenzeitlich in Führung, mussten aber immer wieder auf die Reaktion des BVB antworten. Der späte Ausgleich der Dortmunder machte den Punktverlust zusätzlich bitter. Dennoch rückten nach dem Schlusspfiff vor allem die verletzten Spieler in den Mittelpunkt.

Auch Michael Olise blieb nicht verschont. Der Offensivmann musste gegen Ende der Partie ebenfalls angeschlagen vom Feld. Damit verlor Bayern im Verlauf des Klassikers gleich drei Spieler aus dem Angriff. Bei Olise gab es zunächst vorsichtigere Hoffnungen, dass die Beschwerden nicht ganz so schwer sein könnten. Eine sichere Einschätzung war unmittelbar nach dem Spiel jedoch noch nicht möglich.

Sportvorstand Max Eberl machte nach dem Abpfiff deutlich, dass die Situation Anlass zur Sorge gibt. Bei Saibari und Gnabry sehe es nach größeren Verletzungen aus, sagte er sinngemäß, betonte aber zugleich, dass noch keine genaue Diagnose vorliege. Über mögliche Ausfallzeiten wollte sich der Klub deshalb nicht festlegen. Auch bei Olise müsse zunächst genauer untersucht werden, was passiert sei.

Bilder können dramatisch wirken, ersetzen aber keine medizinische Untersuchung. Erst weitere Tests werden zeigen, welche Strukturen betroffen sind und wie lange die Spieler pausieren müssen. Besonders bei Saibari wird nach dem heftigen Wegknicken des Beins genau hingeschaut werden. Bei Gnabry müssen die Beschwerden ebenfalls sorgfältig abgeklärt werden.

Für Bayern kommt der Zeitpunkt denkbar ungünstig. Schon am Dienstag wartet in der Champions League die Auswärtsaufgabe bei Atlético Madrid. Gerade in einer Phase mit dichtem Spielplan braucht der Klub möglichst viele einsatzbereite Offensivkräfte. Sollten Saibari und Gnabry länger fehlen, müsste Danks beziehungsweise Kompany die verfügbaren Optionen neu ordnen und möglicherweise jüngeren Spielern mehr Verantwortung geben.

Die Rückkehr weiterer Verletzter gewinnt dadurch an Bedeutung. Musiala und Díaz werden weiterhin vermisst, und eine schnelle Rückkehr lässt sich nicht einfach voraussetzen. Die medizinische Abteilung steht deshalb vor arbeitsreichen Tagen. Das Trainerteam wird genau beobachten müssen, wer rechtzeitig fit wird und wie die Belastung verteilt werden kann.

Für die Anhänger bleibt vorerst vor allem die Hoffnung, dass die ersten Eindrücke schlimmer waren als die endgültigen Befunde. Saibari und Gnabry sind wichtige Optionen für Bayerns Angriff, und beide Ausfälle könnten die kommenden Wochen beeinflussen. Gleichzeitig darf der Klub bei der Beurteilung nichts überstürzen. Eine verlässliche Prognose ist erst später möglich, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind.

Der Klassiker wird damit nicht allein wegen des 2:2 in Erinnerung bleiben. Die Verletzungen haben den Münchnern einen Abend beschert, der sportlich schon enttäuschend war und nun auch personell nachwirkt. Die nächsten medizinischen Updates werden nun entscheidend sein. Bis dahin bleibt offen, wie schwer die Ausfälle tatsächlich sind und mit welchem Personal Bayern die nächste große Aufgabe angehen kann.

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